Situation im Quartier – Wo der Bedarf am größten ist

In den Stadtteilen Billstedt und Horn ist die Lebenserwartung sehr viel geringer als in den besser gestellten Quartieren Hamburgs. In diesen Vierteln entwickeln wir jetzt ein patientenorientiertes und sektorenübergreifendes Gesundheitsnetzwerk mit dem Ziel, die medizinische Versorgung und den Gesundheitsstatus der Bevölkerung zu verbessern, die Patienten stärker einzubinden, Ärzte zu entlasten und Ressourcen gezielter zu nutzen. Das Vorhaben wird vom Innovationsfonds des Gemeinsamen Bundesausschusses über die ersten drei Jahre gefördert.

Von der Vision zur Implementierung

Die Idee für die „Gesundheit für Billstedt/Horn“ entstand im Jahr 2012. Damals gingen die niedergelassenen Hamburger Ärzte Dr. Dirk Heinrich und Dr. Joachim Weiss mit einem ersten Konzept auf die OptiMedis AG zu, in den beiden Stadtteilen bessere Strukturen für die ärztliche Versorgung aufzubauen. Ende 2015 hat OptiMedis dann nach einer umfassenden Analyse unter anderem auf der Basis von Routinedaten der AOK Hamburg/Rheinland und Interviews mit Akteuren aus der Region ein Entwicklungs- und Handlungskonzept vorgelegt. Möglich wurde das Konzept durch eine finanzielle Unterstützung der Hamburger Behörde für Gesundheit und Verbraucherschutz, das Investment von OptiMedis, die Initiative der AOK Rheinland/Hamburg, das große Engagement der Ärzte des Ärztenetzes Billstedt-Horn, die Unterstützung durch den NAV-Virchowbund und der sozialen Einrichtungen aus Billstedt und Horn. Seit Anfang 2017 bauen wir nun in Billstedt und Horn gemeinsam mit vielen Partnern aus der Region ein patientenorientiertes und sektorenübergreifendes Netzwerk auf.

Gesellschafter

Für die Umsetzung ist eine zentrale Koordination nötig, die das Netzwerk und die neuen Versorgungsprozesse aufbaut und steuert und die Verhandlungen mit Projektpartnern führt. Hierfür wurde 2016 die regionale Managementgesellschaft „Gesundheit für Billstedt/Horn UG“ gegründet. Gesellschafter sind

Ärztlicher Beirat

Bei Fragen zu medizinischen Themen innerhalb des Gesundheitsnetzwerkes ist der Ärztliche Beirat erste Anlaufstelle. Er unterstützt bei den Entscheidungen zu Gesundheitsprogrammen und -aktivitäten sowie bei der Prüfung bereits bestehender Angebote. Gemeinsam mit der Gesundheit für Billstedt/Horn UG übernimmt er die strategische Weiterentwicklung der Gesundheitsversorgung in den Stadtteilen, die Entwicklung der Honorarordnung sowie die fachliche Außendarstellung des Gesundheitsnetzwerkes. Gewählt wird der Beirat von den Mitgliedern des Ärztenetzes Billstedt/Horn e.V. Mehr Infos zu den Beiratsmitgliedern finden Sie in der betreffenden Rubrik im Einwohnerportal.

Patientenbeirat

Der Patientenbeirat hat sich zum Ziel gesetzt, den Dialog zwischen Patienten und Ärzten zu fördern. Dies soll auf verschiedenen Wegen geschehen. Um eine Grundlage für die Umsetzung des Zieles zu legen, hat der Beirat zunächst einen Fragebogen für Patienten entwickelt, der in Arztpraxen und öffentlichen Einrichtungen ausgelegt wird. Die Auswertung dieses Fragebogens wird Grundlage für die weitere konkrete Arbeit des Patientenbeirates. Mehr Infos zu den Beiratsmitgliedern finden Sie in der betreffenden Rubrik im Einwohnerportal.

Unser Team – interprofessionell und motiviert

Eine Übersicht über unsere festen Mitarbeiter finden Sie hier.

Evaluation

Prof. Dr. Jonas Schreyögg vom Hamburg Center for Health Economics (HCHE) an der Universität Hamburg leitet die wissenschaftliche Begleitung, um die Übertragbarkeit zu evaluieren.

Stellenangebote

Wir freuen uns, dass Sie sich für eine Stelle bei der Gesundheit für Billstedt/Horn mit dem bundesweit ersten Gesundheitskiosk interessieren. Der Gesundheitskiosk ist eine neuartige Stadtteilinstitution für die die Menschen in Billstedt, Horn und Mümmelmannsberg. Niederschwellig führt ein interdisziplinäres und multilinguales Team (Sprachen: Türkisch, Russisch, Polnisch, Farsi/Dari, Portugiesisch) Gesundheitsberatungen durch. Der Kiosk bietet darüber hinaus Gesundheitskurse an, hilft bei der Vor- und Nachbereitung von Arztterminen und vermittelt geeignete ärztliche und nachbarschaftliche Ressourcen. Ziel ist es, die Gesundheit aller Bürger zu erhalten und zu optimieren. Da wir uns ständig weiterentwickeln und unsere Angebote ausbauen, freuen wir uns über qualifizierte Mitarbeiter, die gern mit Menschen arbeiten und eine der häufigsten im Stadtteil gesprochenen Sprachen sprechen, z.B. Türkisch oder Farsi/Dari. Die Anstellung ist auch als geringfügig Beschäftigte möglich. Auf Initiativbewerbungen freuen wir uns ebenso wie über zielgerichtete Anfragen zu aktuellen Stellenangeboten. Bei Fragen steht die Leiterin des Gesundheitskiosks, Andrea Husmann, gern zur Verfügung.

Ganz aktuell besetzen wir die Stelle “Werkstudent IT-Benutzerservice (m/w)”. Mehr dazu unter folgendem Link.